ICD-10-GM Kodes für Hypomagnesiämie (E83.4, E61.2)
Kompletter Leitfaden zur Kodierung und Dokumentation von Hypomagnesiämie. Enthält Hinweise zu plausibler Kodierung, erforderlicher Dokumentation und typischen Fehlerquellen.
Verwandte Begriffe: Magnesiummangel, niedriges Magnesium, Elektrolytstörung
Kerninformation
Hypomagnesiämie wird in der Regel mit E83.4 kodiert; E61.2 ist stattdessen zu prüfen, wenn ein Magnesiummangel als Spurenelementmangel und nicht als Störung des Magnesiumstoffwechsels dokumentiert ist. Eine Hypomagnesiämie sollte nicht allein aus einem isolierten abnormen Magnesium-Blutwert ohne ärztliche Diagnosedokumentation abgeleitet werden.
Wichtigste Auswahlachse: Hypomagnesiämie bzw. Magnesiumstoffwechselstörung versus Magnesiummangel als Spurenelementmangel oder bloßer Laborbefund
Wichtigste Warnung: Nicht allein wegen eines isolierten abnormen Magnesium-Blutwerts als Hypomagnesiämie kodieren, wenn keine ärztliche Diagnose dokumentiert ist.
Kodierentscheidungen
| Kode/Familie | Verwenden wenn | Nicht verwenden wenn | Dokumentation |
|---|---|---|---|
| Verwenden, wenn eine Hypomagnesiämie als klinische Diagnose oder eine Störung des Magnesiumstoffwechsels dokumentiert ist. | Nicht verwenden, wenn nur ein Magnesiummangel als Spurenelementmangel dokumentiert ist oder lediglich ein abnormer Magnesium-Blutwert ohne ärztliche Diagnose vorliegt. |
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| Verwenden, wenn Magnesiummangel als Spurenelementmangel dokumentiert ist und nicht die Hypomagnesiämie als Stoffwechselstörung im Vordergrund steht. | Nicht verwenden, wenn die Dokumentation eine Hypomagnesiämie oder eine Störung des Magnesiumstoffwechsels beschreibt; dann E83.4 prüfen. |
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Verwandte und abzugrenzende Kodes
| Kode/Familie | Rolle | Kodieraktion | Relevanz |
|---|---|---|---|
| Kodefamilie | Zur Einordnung innerhalb der Mineralstoffwechselstörungen den passenden Unterkode wählen; bei dokumentierter Hypomagnesiämie ist E83.4 der konkrete Kode. | Übergeordnete Familie von E83.4 und wichtiger Gegenpol zur Mangelkodierung unter E61.-. |
| Kodefamilie | Bei dokumentiertem Spurenelementmangel den passenden endständigen Unterkode aus E61.- prüfen; für Magnesium ist E61.2 der spezifische Pfad. | Hilft bei der Abgrenzung zwischen Magnesiummangel als Mangelzustand und Hypomagnesiämie als Stoffwechselstörung. |
| Abklärungskode | Nur verwenden, wenn lediglich ein abnormer Magnesium-Blutwert dokumentiert ist und keine ärztliche Diagnose Hypomagnesiämie oder Magnesiummangel vorliegt; bei gesicherter Diagnose tritt dieser Kode zurück. | Wichtiger Abklärungspfad bei Formulierungen wie "niedriges Magnesium" oder isoliertem Laborbefund ohne Diagnosestellung. |
| Abgrenzungskode | Nur prüfen, wenn eine unspezifische Elektrolytstörung dokumentiert ist und Magnesium nicht konkret benannt wird; bei dokumentierter Hypomagnesiämie ist E83.4 spezifischer. | Verhindert die Fehlkodierung einer benannten Hypomagnesiämie mit einem unspezifischen Elektrolytkode. |
| Kontextkode | Nur zusätzlich kodieren, wenn eine Hypokaliämie eigenständig dokumentiert ist; nicht aus der Hypomagnesiämie automatisch ableiten. | Häufig gleichzeitig dokumentierte Elektrolytstörung mit eigener Kodierrelevanz. |