ICD-10-GM Kodes für Diabetes mellitus Typ 2 mit diabetischer Polyneuropathie (E11.40†, G63.2*, E11.41†, G63.2*)
Kompletter Leitfaden zur Kodierung und Dokumentation von Diabetes mellitus Typ 2 mit diabetischer Polyneuropathie. Enthält Hinweise zur kodierrelevanten Dokumentation, klinischen Plausibilität und Abgrenzung häufiger Fehlpfade.
Verwandte Begriffe: Polyneuropathie, diabetische Polyneuropathie bei Typ-2-Diabetes, Typ-2-Diabetes mit Polyneuropathie
Kerninformation
Diabetes mellitus Typ 2 mit diabetischer Polyneuropathie wird als Kodekombination aus E11.40†+ oder E11.41†+ und G63.2* kodiert; entscheidend ist vor allem, ob der Diabetes als entgleist bezeichnet ist. G63.2* nicht allein verwenden; bei zusätzlicher weiterer diabetischer Komplikation den Mehrfachkomplikationspfad E11.7- prüfen.
Wichtigste Auswahlachse: Entgleisungsstatus; zusätzlich Abgrenzung zu multiplen diabetischen Komplikationen
Wichtigste Warnung: G63.2* nie isoliert kodieren; bei weiterer diabetischer Komplikation nicht im E11.4-Pfad bleiben.
Kodierentscheidungen
| Kode/Familie | Verwenden wenn | Nicht verwenden wenn | Dokumentation |
|---|---|---|---|
| Verwenden, wenn Diabetes mellitus Typ 2 mit diabetischer Polyneuropathie dokumentiert ist, keine weitere diabetische Komplikation den Mehrfachkomplikationspfad auslöst und der Diabetes nicht als entgleist bezeichnet ist. | Nicht verwenden, wenn der Diabetes als entgleist bezeichnet ist, wenn mindestens eine weitere diabetische Komplikation den Mehrfachkomplikationspfad erfordert oder wenn die Polyneuropathie nicht als diabetisch dokumentiert ist. |
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| Verwenden, wenn Diabetes mellitus Typ 2 mit diabetischer Polyneuropathie dokumentiert ist, keine weitere diabetische Komplikation den Mehrfachkomplikationspfad auslöst und der Diabetes als entgleist bezeichnet ist. | Nicht verwenden, wenn der Diabetes nicht als entgleist bezeichnet ist, wenn mindestens eine weitere diabetische Komplikation den Mehrfachkomplikationspfad erfordert oder wenn die Polyneuropathie nicht als diabetisch dokumentiert ist. |
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Verwandte und abzugrenzende Kodes
| Kode/Familie | Rolle | Kodieraktion | Relevanz |
|---|---|---|---|
| Kodefamilie | Zur Einordnung den passenden endständigen E11.4-Unterkode nach Entgleisungsstatus wählen; bei dokumentierter diabetischer Polyneuropathie gehört G63.2* als Sternkode zur Kombination dazu. | Die Familie bildet den unmittelbaren Kodierraum für Typ-2-Diabetes mit neurologischer Komplikation ab, wenn keine Mehrfachkomplikation vorliegt. |
| Abgrenzungskode | Prüfen, wenn neben der diabetischen Polyneuropathie mindestens eine weitere diabetische Komplikation dokumentiert ist; dann einen passenden endständigen E11.7-Unterkode wählen. | Diese Familie grenzt Mehrfachkomplikationsfälle vom E11.4-Pfad für die isolierte neurologische Komplikation ab. |
| Abgrenzungskode | Nicht den Typ-2-Pfad verwenden, wenn ein Typ-1-Diabetes dokumentiert ist; stattdessen den passenden E10.4-Unterkode und bei Polyneuropathie G63.2* prüfen. | Der Diabetes-Typ ist für die Kodewahl zentral und verhindert eine Fehlzuordnung zwischen E10.- und E11.-. |
| Abgrenzungskode | Nur prüfen, wenn der Diabetes-Typ nicht dokumentiert ist; bei gesichertem Typ 2 ist E11.- vorrangig. | Hilft bei der Abgrenzung untypisierter Diabetesdokumentation gegenüber gesichertem Typ-2-Diabetes. |
| Abklärungskode | Nur als Abklärungspfad erwägen, wenn eine Polyneuropathie dokumentiert ist, aber kein diabetischer Zusammenhang und keine spezifischere Ursache belegt sind; bei dokumentierter diabetischer Genese den Diabetespfad mit G63.2* wählen. | Verhindert die Fehlkodierung einer unspezifischen Polyneuropathie anstelle der gesicherten diabetischen Polyneuropathie. |
| Manifestationskode | Nicht allein verwenden; nur prüfen, wenn statt Polyneuropathie eine diabetische Mononeuropathie dokumentiert ist und ein passender Diabetes-Primärkode vorliegt. | Zeigt den alternativen neurologischen Manifestationspfad, wenn die Dokumentation nicht Polyneuropathie, sondern Mononeuropathie beschreibt. |